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Atemtherapie

Lungenfunktionstest_Foto: NÖGKK

Die Atemtherapie ist eine wirkungsvolle Methode, Störungen der Atmung zu behandeln. Insbesondere bei COPD oder Asthma kann mit einer Athemtherapie die Leistungsfähigkeit erhalten bzw. verbessert werden.

Was passiert in der Atemtherapie?

Die physiotherapeutische  Atemtherapie ist speziell auf die Lungenpatientinnen und -patienten abgestimmt. Dabei stehen eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, die je nach Krankheitsbild zur Anwendung kommen.

Die wesentlichen Ziele der Atemtherapie sind:

  • Verbesserung der Sauerstoffaufnahme
  • Mobilisierung von Sekret
  • Stabilisierung bzw. Verbesserung der Lungenfunktion
  • Entblähung
  • Stärkung der Atemmuskulatur
  • Anleitung und Schulung zum Training mit Atemgeräten wie z. B. AstraPEP
  • Erlernen spezieller Hust- und Atemtechniken
  • Erlernen von spezifischen Kraft- und Dehnübungen
  • Erhalt bzw. Verbesserung der Beweglichkeit, vor allem an der Wirbelsäule


Übersicht Therapieangebot

In unserem Haus werden folgende physiotherapeutische Maßnahmen angeboten:

  • Atemgruppen
    In den Atemgruppen werden spezielle Dehn- und Atemtechniken zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme und zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit erlernt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Muskelaufbau am gesamten Stütz- und Bewegungsapparat mittels unterschiedlichen Hilfsmitteln wie Hanteln und/oder Theraband.

  • Einzeltherapie
    In der Einzelheilgymnastik werden die erlernten Atemtechniken noch vertieft. Ein weiterer Bestandteil sind Weichteiltechniken an der Wirbelsäule bzw. an den Rippen, um eine verbesserte Atmung zu erzielen. Um eine Verbesserung der Beweglichkeit zu erreichen, kommen aktive Übungen und manuelle Techniken an der Wirbelsäule zum Einsatz.

  • Atemtherapie mit Atemgeräten (AstraPEP und Respifit)
    Spezielle Hilfsmittel wie das AstraPEP und das Respifit unterstützen Patientinnen und Patienten dabei,  den störungsfreien Abtransport von Sekret zu gewährleisten und die Lunge zu entblähen. Darüber hinaus wird das AstraPEP und das Respifit  auch als Kraft- und Ausdauertraingsgerät für das Zwerchfell eingesetzt.

  • Krafttraining
    Mit einem Hypertrophietraining werden alle wesentlichen Muskelgruppen gekräftigt. Ziel ist die Zunahme an Muskelmasse. Das Krafttraining findet ca. 3-mal in der Woche statt und wird an unterschiedlichen Geräten durchgeführt.

  • Ausdauertraining
    Das Ausdauertraining findet in der Regel auf einem Fahrradergometer oder Laufband bzw. Sitzergometer statt und wird meist 3- bis 4-mal wöchentlich durchgeführt. Das Ziel liegt in der Verbesserung der Ausdauerfähigkeit und in der Verbesserung der Sauerstoffaufnahme.

  • Notfallmanagement
    Hierbei geht es um das Erlernen vom richtigen Verhalten bei akuter Atemnot. Es werden spezielle Atemtechniken und Sitz- bzw. Stehpositionen angeleitet.

  • Eigene Nordic Walking Gruppe
    abgestimmt auf Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen